Meine ganz persönliche Packliste fürs Wandern: Was ich immer im Rucksack habe – und warum

von | 26 Aug. 2025

Wenn ich wandern gehe, dann nie „light“. Ich bin nicht die, die mit Mini-Trinkflasche und einem Müsliriegel über den Grat hüpft – sondern die, die immer einen Rucksack dabei hat. Und das aus gutem Grund.

Denn was ich über die Jahre gelernt habe: Wandern wird oft nicht deshalb gefährlich oder unangenehm, weil man zu viel dabeihat – sondern weil genau das fehlt, was man in einer bestimmten Situation gebraucht hätte. Am Ende geht es aber immer um eine gute Balance – denn ein viel zu schwerer Rucksack voller unnötigem Kram kann einem auch schnell zum Verhängnis werden.

Deshalb teile ich mit dir meinen ganz persönlichen Wanderrucksack-Inhalt, den ich auf fast jeder Tour dabeihabe – ob kurze Tagestour oder längere Wanderung.

Wanderin von hinte mit Wanderrucksack schaut in Richtung der Berge

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Warum ich lieber ein bisschen mehr trage

(Spoiler: Es ist Übungssache – und ein echtes Backup für den Kopf)

Ich weiß, viele Wanderer versuchen, Gewicht zu sparen, wo es nur geht. Und klar, wer schon mit 5 kg im Rucksack keuchend unterwegs ist, wird nicht begeistert sein von der Idee, noch ein Erste-Hilfe-Set und eine Stirnlampe mitzunehmen.

Aber: Ich trainiere bewusst mit einem etwas schwereren Rucksack. Nicht auf anspruchsvollen Touren, sondern auf einfachen. Weil ich weiß, dass mir das auf langen oder technisch schwierigeren Strecken später einen echten Boost gibt.

Wenn du mal ein paar Wochen regelmäßig mit 5–7 kg unterwegs warst, fühlst du dich wie beflügelt, sobald du mal nur mit Wasser und Regenjacke gehst.

Gerade auf Hochtouren oder bei Mehrtagestouren kommt das Gewicht sowieso ganz automatisch: durch Dinge wie Steigeisen, Klettergurt, Hüttenschlafsack, Waschzeug, vielleicht sogar ein Buch. Wenn du dann vorher nie mit etwas mehr Gewicht unterwegs warst, kann das ganz schön reinhauen. Deshalb ist es für mich sinnvoll, das Extra-Gewicht auf einfacheren Touren mitzunehmen – einfach, um den Körper daran zu gewöhnen und später entspannter unterwegs zu sein.

Side Note: Was meinen Rucksack immer etwas schwerer macht, ist meine Spiegelreflexkamera mit Weitwinkel- und Teleobjektiv. Ja, ich weiß – mittlerweile machen auch Handys gute Bilder. Aber ich schlepp sie trotzdem meistens mit, auch wenn ich sie auf neun von zehn Touren nicht mal auspacke. Und dann, auf Tour Nummer zehn, stehen plötzlich Steinböcke am Grat und ich bin einfach nur froh, dass ich sie dabei habe.

Wichtig: Mein Rucksack ist nicht übertrieben schwer. Aber konstant „etwas mehr“ Gewicht hilft mir beim Training. Gleichzeitig gilt: Zu schwer kann auch problematisch werden – deshalb ist immer eine gute Balance entscheidend.

Meine Packliste fürs Wandern

Diese Dinge sind IMMER in meinem Rucksack
Hier kommt meine Standardausrüstung, die man so eventuell nicht in jedem Rucksack findet – aber bei allem kann ich dir sagen, warum ich es mitnehme:

Grundausstattung Tagestour

Regenjacke

Immer dabei, denn es regnet auch mal, wenn davon nichts im Wetterbericht steht.

Mütze & Handschuhe

Auch im Sommer (du glaubst nicht, wie schnell’s kalt werden kann).

Bild meiner etwas älteren Salewa Handschue

Meine absoluten Lieblingshandschuhe sind die Salewa Sesvenna Foldback Gore Windstopper Handschuhe*. Die sind winddicht, atmungsaktiv und haben eine praktische Foldback-Funktion – du kannst die Fingerkappen einfach zurückklappen, wenn du kurz etwas greifen, dein Handy bedienen oder ein Foto machen möchtest.

Sonnenschutz

Sonnencreme, Sonnenbrille (auch bei bedecktem Himmel, Nebel und selbst im Schnee wichtig – die Augen hat man schnell verblitzt, und ich habe auch schon einen Sonnenbrand im Nebel bekommen).

Snacks & Wasser

Ausreichend Wasser ist ein Muss – und hier gilt für mich ganz klar: lieber zu viel als zu wenig. Was Snacks betrifft, muss jeder selbst wissen, was er oder sie braucht. Ich persönlich bin niemand, der mit einer ganzen Brotzeitbox loszieht. Zu meiner Standardausrüstung zählen Nüsse und ein proteinhaltiges Getränk – für schnelle Energie unterwegs.

Ich selbst nutze die Trinkflasche von SIGG* in der großen 1,5-Liter-Version – und liebe sie. Sie hat eine angenehm weite Öffnung, wodurch sie sich super reinigen lässt und sich auch problemlos mit Proteinpulver befüllen lässt. Der Deckel schließt sicher, nichts läuft aus, auch keine kohlensäurehaltigen Getränke und das Design in seiner Schlichtheit einfach schön. Von der Hochwertigkeit müssen wir hier gar nicht sprechen.

Bonus-Tipp: Karabiner

Ich hab immer einen oder zwei kleine Karabiner an meinem Rucksack. Damit kann ich schnell mal Handschuhe, eine nasse Mütze oder meine Steigeisen außen befestigen – ohne dass der Rucksack innen dreckig wird.

Orientierung & Notfall

Erste-Hilfe-Set

Ein Erste-Hilfe-Set gehört bei mir zur absoluten Pflicht – mit Blasenpflastern, Schmerzmitteln und vor allem Sport-Tape. Tape kann dir wortwörtlich den Tag retten, z. B. bei aufgeplatzten Schuhsohlen oder kleineren Verletzungen.

Biwaksack

Ein echtes Must-have – schützt im Notfall vor Kälte, Wind und Nässe. Lieber dabeihaben und nicht brauchen, als umgekehrt.

Ich nutze einen Biwaksack von Pieps* er wiegt kaum etwas, kann dir aber im Ernstfall wertvolle Wärme spenden, wenn du warten musst oder eine Nacht am Berg verbringen solltest.

Stirnlampe

Bei mir ganz klar batteriebetrieben, denn Steckdosen sind in den Bergen selten. Ich habe sie wirklich auf jeder Tour dabei, nicht nur bei geplanten Hüttenübernachtungen.

Ich nutze aktuell die IKO CORE Stirnlampe von Petzl*, weil sie sowohl mit Akku als auch mit normalen Batterien funktioniert. Das ist für mich ideal – ich hab immer ein Ersatz-Set Batterien im Rucksack und muss mich am Gipfel nicht über eine leere Lampe ärgern.

Ersatzbatterien

Logisch – sonst bringt dir auch die beste Stirnlampe nichts.

Powerbank

Klein, leicht und für mich essenziell, um Smartphone, Karten und Notrufoptionen jederzeit nutzen zu können.

Feuerzeug & Kerze

Ich hab mal irgendwo gehört, dass eine Kerze unter einer Rettungsdecke im Winter tatsächlich ein bisschen Wärme spenden kann. Ob das wirklich stimmt? Keine Ahnung. Aber seit ich das gehört habe, ist sie einfach immer dabei – schadet ja nicht.

Hütten & Mehrtagestouren

Hüttenschlafsack

Pflicht auf allen Alpenvereinshütten – aus gutem Grund: Hygiene, Schutz vor Bettwanzen und einfach ein bisschen „meins“ in der Schlafstatt.

Kopfhörer statt Ohropax

Ich setze beim Einschlafen lieber auf Musik oder ein ruhiges Hörbuch – das hilft mir besser als Ohropax. Besonders bei Schnarch-Alarm im Matratzenlager.

Jogginghose & Hüttenschuhe

Nach der Tour in die gemütliche Hose zu schlüpfen ist ein kleiner Luxus. Und Hüttenschuhe (z. B. Crocs oder Filzpantoffeln) sind auf vielen Hütten Pflicht – also immer dabei.

Waschzeug & kleines Handtuch

Zahnbürste, Mini-Duschgel & ein kleines Mikrofaserhandtuch – mehr brauche ich meistens nicht. Auch hier: lieber leicht, aber funktional.

Ladekabel

Für Handy oder Powerbank – falls eine Steckdose frei ist, will ich sie auch nutzen können.

Geheimtipp

Steckdosen sind in Hütten oft rar gesät und zur Abendessenszeit heiß begehrt. Ich lade meine Powerbank daher lieber tagsüber oder an Orten, wo kaum jemand sein teures Handy unbeaufsichtigt lassen möchte, z. B. im Waschraum. So bleibt mein Handy bei mir – und ich kann es über Nacht bequem laden. Gold wert.

Kleine Routine, großer Effekt

Ich habe mir über die Jahre eine kleine Notfall-Tasche zusammengestellt, die ich einfach bei jeder Tour in meinen Rucksack werfe – ohne jedes Mal neu nachzudenken. Darin: Powerbank, Tape, Feuerzeug, Stirnlampe, Blasenpflaster – meine persönliche Standardausrüstung.

Hierfür nutze die Packsäcke von Eagle Creek* Diese sind auch auf Hüttentouren sehr praktisch: Der kleine Beutel ist perfekt für Kabel, der mittlere für Unterwäsche und Schlafsachen. So muss man abends nicht den ganzen Rucksack ausräumen, um ans Nötigste zu kommen.

Nach der Tour räume ich meinen Rucksack zwar immer komplett aus (Tipp: Krümel, Schmutz oder vergessene Müsliriegel machen sonst keinen Spaß) – aber diese eine Tasche bleibt fertig gepackt. Spart Zeit. Gibt Sicherheit. Und schont die Nerven beim nächsten frühen Aufbruch.

Fazit: Rucksack packen fürs Wandern – eine Balance-Sache

Ich sag’s ganz ehrlich: Ja, mein Rucksack ist immer ein bisschen schwerer als der von anderen. Aber ich hab auch selten kalte Hände, leergegangene Akkus oder Panik bei Nebel.

Wichtig ist: Du sollst dich wohlfühlen. Lieber auf leichten Touren mit etwas mehr Gewicht üben, als auf schwierigen Touren plötzlich das Wichtigste nicht dabeihaben. Denn wenn du deinen Kopf entlastest, indem du weißt: „Ich bin vorbereitet“ – dann wanderst du freier.

Deine Packliste fürs Wandern

Du willst beim Wandern an alles denken – ohne jedes Mal neu überlegen zu müssen? Hier findest du meine erprobte Packliste als liebevoll gestaltetes PDF zum Download. Einfach ausdrucken oder digital nutzen – und los geht’s!

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Martina Rüber

Mein größtes Ziel ist es, jeden Tag ein kleines Abenteuer draußen in der Natur zu erleben – ob beim Skifahren, Wandern oder einfach auf einem Gipfelmoment zwischendurch. Für mich sind diese Erlebnisse pure Lebensfreude, und mit Whatever Books möchte ich dich inspirieren, selbst mehr Zeit draußen zu verbringen und jeden Moment bewusst zu genießen.